Dr. Heribert Schwan | Vita
Freitag, 30. Juli 2010 - 03:08 Uhr

Vita

schwan_portrait_2010_160Heribert Schwan, Jahrgang 1944, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und hat über die Rundfunkpolitik der französischen Besatzungsmacht promoviert. Er war als freier Fernsehautor für Radio Bremen, den Saarländischen Rundfunk und den Südwestfunk tätig, bevor er 1974 Redakteur in der Abteilung Politik und Zeitgeschehen beim Deutschlandfunk wurde.

1989 wechselte
Schwan zum Westdeutschen Rundfunk. Er arbeitete in der Programmgruppe Inland, von 1992 bis 2002 im Programmbereich Kultur und Wissenschaft. Haupt
bonner_republik_wdr_120x160_160aufgabe war die redaktionelle Verantwortung für Kulturfeature im ARD-Programm und im WDR-Femsehen. 1993 übernahm er zusätzlich  den  ARD-Kulturweltspiegel,  der unter  seiner Leitung Marktführer aller Kulturmagazine im Fernsehen wurde. Von 2004 bis zu seiner Pensionierung Ende Dezember 2009 verantwortete er Sonderprojekte im Featurebereich für die ARD. Seit 1973 war Schwan Autor von mehr als 60 Fernseh-Dokumentationen. In über zwanzig WDR-Jahren trug er die redaktionelle Verantwortung für 574 Sendungen, darunter die Reihe Bilderbuch Deutschland und den Kulturweltspiegel. Für „Die verdrängte Gefahr - Neonazismus heute" wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Thematischer Schwerpunkt seiner Filme ist die Geschichte des Dritten Reiches und der beiden deutschen Staaten.

Heribert Schwan ist Autor und Co-Autor historischer Bücher
und hat Biographien u.a. über Richard von Weizsäcker, Helmut Kohl, Johannes Rau, Oskar Lafontaine, Wolfgang Schäuble, Roman Herzog (zusammen mit Werner Filmer) und Erich Mielke publiziert. Zusammen mit der Koautorin Helgard Heindrichs) erschien das Begleitbuch zu seinem gleichnamigen Dokumentarfilm „Der SS-Mann. Josef Blösche - Leben und
buch_novemer89_120x160_160Sterben eines Mörders“ (Droemer-Verlag 2003). 2005 erschien „Das Spinnennetz“ Stasi-Agenten im Westen: Die geheimen Akten der Rosenholz-Datei (zusammen mit Helgard Heindrichs im Droemer-Verlag) zur ARD-Dokumentation. Zum Zweiteiler „Bonner Republik“ (ARD, 2009) und dem gleichnamigen Sechsteiler (WDR, Phoenix, 2009) gab er zusammen mit Rolf Steininger das Begleitbuch heraus; ebenso „Mein 9. November 1989", das im Patmosverlag erschien. Im gleichen Verlag erschien 2010 (Co-Autor: Rolf Steininger) „Helmut Kohl – Virtuose der Macht“.
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